In diesem Jahr feiern wir das Erntedankfest in einer herausfordernden Zeit. Die „Corona-Krise“ stellt uns persönlich, gesellschaftlich und weltwirtschaftlich vor große Herausforderungen. Wir machen die Erfahrung, wie zerbrechlich das Leben ist, wie zerbrechlich auch unsere Gesellschaft ist. Auf einmal werden wir uns unserer Grenzen bewusst. Der Grenze dessen, was uns Menschen möglich und machbar ist. Hoffentlich auch der Grenze dessen, was uns Menschen erlaubt ist?

Wer glaubt, mit der Schöpfung und mit den guten Gaben seines Lebens tun und lassen zu dürfen, was ihm gefällt, der hat vergessen. Der hat verges-sen, dass nichts sein Besitz ist, sondern dass alles von Gott anvertraute Geschenke sind. „Hüte dich davor, den Herrn, deinen Gott zu vergessen“, mahnt das Alte Testament deshalb gleich mehrfach in einer Anleitung zur Dankbarkeit: „Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst […], dann hüte dich davor, dass dein Herz sich nicht überhebt, und du den Herrn, deinen Gott vergisst. […] Sondern gedenke an den Herrn, deinen Gott.“ (5. Mose 8, 12.14.18a)

Mitten in den Krisen unserer Zeit und mitten in den Herausforderungen unserer Tage ist sie so aktuell und so lebensnotwendig. Die Mahnung vor der Überheblichkeit des Herzens, die uns Gott vergessen lässt. Die uns einredet, uns sei alles möglich, machbar und erlaubt. Und die damit eine der Ursachen für die zahlreichen Krisen ist, die wir gegenwärtig erleben.

„Gedenke an den Herrn, deinen Gott.“

Denn wer an Gott denkt, wird anfangen ihm zu danken.

Wer darüber nachdenkt, wem er sich, sein Leben, die guten Möglichkeiten und die guten Gaben seines Lebens zu verdanken hat, der wird anfangen, seinem Schöpfergott dafür zu danken.

Dankbarkeit drückt sich aus. In Worten, noch mehr aber in einer Haltung der Wertschätzung und Verantwortung.

Viele von Ihnen nehmen diese Verantwortung wahr, indem Sie sich in unserem Verband, in Ihrem Bezirk oder Ihrer Ortsgemeinschaft mit den Ihnen von Gott anvertrauten Gaben investieren. Herzlichen Dank für dieses großartige Engagement, das Ihnen vermutlich in diesem außergewöhnlichen Jahr noch mehr abverlangt als sonst!

 

Auch die Zuwendungen und Gaben, die wir als Verband von Ihnen erhalten, sind Ausdruck Ihrer Dankbarkeit. Wir setzen sie dazu ein, um etwas gegen die Gottvergessenheit in unserer Gesellschaft tun zu können.

Dass es in Delmenhorst schon einige Menschen mehr geworden sind, die sich an Gott erinnern, danken wir der Aufbauarbeit, die Gerd Voss dort leistet. Und wir danken Ihnen, dass Sie diese Projektstelle mittragen.

Dankbar sind wir für den Dienst von Sabine Lamaack, die ein großes und weites Herz für Kinder hat, und die auf immer wieder neue kreative Art und Weise dafür sorgt, dass schon die Kleinsten Gott kennenlernen. Ohne Ihre finanziellen Zuwendungen wäre der Stellenanteil für diese Arbeit nicht denkbar.

Herzlichen Dank

für alle Unterstützung.

Für Ihre Fürbitte, Ihre Wertschätzung und Ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Feiern Sie – Erntedank.

Setzen Sie damit in diesen krisenhaften Zeiten ein Zeichen der Dankbarkeit.

Gott behüte, beschütze und segne Sie!

Ihre Annette Köster und Georg Grobe

Erntedankbrief 2020 vom Hannoverschen Verband Landeskirchlicher Gemeinschaften - Seite 1

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Erntedankbrief 2020 vom Hannoverschen Verband Landeskirchlicher Gemeinschaften - Seite 3

Erntedankbrief 2020 vom Hannoverschen Verband Landeskirchlicher Gemeinschaften - Seite 4

   
Aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
Zündet man denn ein Licht an, um es unter den Scheffel oder unter die Bank zu setzen? Und nicht, um es auf den Leuchter zu setzen?
   

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