Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinschaftsarbeit,

die Botschaft vom Kreuz steht im Mittelpunkt unseres christlichen Glaubens. Jesu Tod am Kreuz ist das entscheidende Ereignis, das uns den Weg zu Gott öffnet. So lernen es meine Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht, wenn es um die Bedeutung des christlichen Feiertags „Karfreitag“ geht. Und wenn sie erklären, dass wir uns am Karfreitag daran erinnern, dass Jesus gestorben ist, folgt sofort der Satz: „Und Ostern ist Jesus auferstanden, von Gott wieder lebendig gemacht worden“. Schon hier wird deutlich, wie schwer es fällt, Zwischenzeiten auszuhalten.

Diese Zwischenzeit, dieser Zwischenraum, die Tage zwischen Karfreitag und Ostern sind Tage der Veränderung, Tage des Wandels vom Tod zum Leben, vom Ende und Abschied zum Neubeginn, von der Trauer zur Freude, zur Hoffnung und zu neuem Lebensmut.

Diese besondere Zeit der Pandemie, die schon länger andauert als anfangs von vielen von uns gedacht, erlebe ich mit vielen anderen als eine solche Zwischenzeit. Unser privates und öffentliches und damit auch unser gemeindliches Leben ist nicht mehr so, wie es war. Vieles ist gerade nicht möglich wie gewohnt.

Unsere Kontakte zu anderen Menschen sind sehr eingeschränkt, spontane Begegnungen kaum möglich. Die jeweils geltenden Corona-Verordnungen lassen manche Veranstaltungen nicht zu. Hinzu kommen persönliche Sorgen und Ängste, die uns lähmen. Die Frage, wie es nach der Pandemie weitergehen wird, beschäftigt viele Menschen. Was wird dauerhaft anders sein? Was ändert sich bei uns? Was ist wirklich wichtig?

Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf, erkennt Ihr’s denn nicht? (Jesaja 43,19a)

Auch wenn wir heute, wie damals schon die Menschen am Grab Jesu, nicht genau wissen, wie’s weitergeht, was nach der Pandemie sein wird, können wir davon ausgehen, dass Anderes, Neues möglich sein wird.

Das erleben wir auch in unserem Gemeinschaftsverband ganz konkret. Manches Mal schon glaubten wir Arbeitszweige beenden und Gemeinschaftskreise schließen zu müssen und dann gab es Aufbrüche und Neuanfänge, ganz neue Wege, die sich auftaten.

In diesem Zusammenhang ist mir das Wort des Propheten Jesaja wichtig geworden: Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf, erkennt Ihr’s denn nicht? (Jesaja 43,19a)

Dieses Wort macht uns Mut und fordert uns heraus, genau hinzusehen, wie Gott heute schon wirkt in dieser Zwischenzeit.

Ich möchte aufmerksam sein für das, was Gott heute tut, für die Möglichkeiten und Perspektiven, die er uns heute zeigt und für alles, was aufblüht. Wir haben Grund zur Hoffnung! Diese Hoff-nung wollen wir leben und Menschen in unserem Umfeld ermutigen, Lichtblicke im Alltag und in unseren Gemeinden bewusst und dankbar wahrzunehmen. Wir rechnen damit, dass Gott uns und unsere Gemeinden aufblühen lassen wird. Machen wir uns gegenseitig Mut, tauschen wir uns aus über geglückte Neuanfänge, stützen wir uns gegenseitig, wo es gut und nötig ist.

Wir als Gemeinschaftsverband möchten Sie dabei begleiten, hoffnungsvoll und mutig in die Zukunft zu gehen. Mit diesem Brief danken wir Ihnen ganz herzlich, dass Sie für uns beten und unsere Arbeit finanziell unterstützen, damit Projekte weiterhin gefördert und finanziert werden können. Und wir bitten Sie darum, dies auch weiterhin zu tun.

Gott segne Sie!

Ihre Christel Paladey und Georg Grobe

   
Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.
Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark!
   

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