Ein Mensch mit Ängsten, Zweifeln, Gewissenskonflikten, aber festen Überzeugungen. Ein Theologieprofessor, Ablassgegner, Bibelübersetzer und gleichzeitig aus der Kirche Ausgestoßener. All das war der Augustinermönch Martin Luther (*1483/†1546) – und zugleich die zentrale Figur der Reformation. Im Jahr 2017 jährt sich am 31. Oktober zum 500. Mal Luthers sogenannter Thesenanschlag. Er gilt als Beginn der Reformation, die Mitteleuropa grundlegend veränderte und sich in vielen Bereichen der Gesellschaft bis heute auswirkt.

Anlässlich dieses Jubiläums hat die Stiftung Creative Kirche aus Witten das „PopOratorium Luther – das Projekt der tausend Stimmen“ angestoßen. Ein Werk aus der Feder Dieter Falk (Komponist, Produzent und bekannt als Juror aus „Popstars“) sowie Michael Kunze (Librettist). Es wird 2017 in Kooperation mit der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), den Evangelischen Landeskirchen und weiteren Partnern in zahlreichen Metropolen, darunter am 18. Februar 2017 in Hamburg, aufgeführt. Es ist eine der größten musikalischen Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum. Im Mittelpunkt der Handlung steht die historische Figur Martin Luther mit ihrer Forderung „Selber denken“ – ein Anstoß damals wie heute, in der Verantwortung vor Gott eigene Entscheidungen zu treffen.

Die St. Jakobi Kirchengemeinde Hanstedt und die Landeskirchliche Gemeinschaft Brackel bieten eine gemeinsame Fahrt zu diesem Event an. Es stehen insgesamt 40 Plätze zur Verfügung. Der Preis inklusive Busfahrt beträgt 63 Euro. Der Bus startet am 18. Februar um 16.30 Uhr in Hanstedt vor der St. Jakobi-Kirche. In Brackel fährt der Bus um 16:45 Uhr am Gemeinschaftshaus in der Büntestraße 23 ab. Anmeldungen sind ab sofort möglich bei Pastorin Wiebke Alex, Telefon 04184 2851 628 wiebke.alex@ posteo.de oder bei Gemeinschaftsleiter Wilfried Wiegel, Telefon 04185 4463 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

 

 Luther Pop-Oratorium  Luther Pop-Oratorium

 

Die Veranstaltungen sind – ganz unabhängig vom aktuellen Thema – schon allein wegen ihres spektakulären Formats sehens- und hörenswert: Ein Chor mit bis zu 3.000 Sängerinnen und Sängernn, ein 40-köpfiges Symphonieorchester, eine Rockband, zwölf Musicalstars und rund 100 zum Teil ehrenamtliche Mitarbeiter hinter den Kulissen sorgen beim Zuschauer für anhaltendes Gänsehautfeeling und ein Musikerlebnis mit Nachklang. Die Uraufführung im Oktober 2015 vor rund 16.000 Zuschauern in der Dortmunder Westfalenhalle erzeugte ein dementsprechendes Presse-Echo: „Das Musical erteilt keine Geschichtslektion – es rockt die Halle“, schrieb zum Beispiel die Deutsche Presseagentur. Die RuhrNachrichten aus Dortmund sahen, wie „das Publikum tobte, raste, klatschte, den imposanten Luther feierte.“ Und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung aus Essen urteilte: „Leidenschaft in jeder Sekunde, jedem Takt und jedem Ton ist zu sehen, zu hören und zu spüren.“

Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 und Schirmherrin des Pop-Oratoriums, hebt die Chancen des Stücks hervor: „Eine zentrale Aussage der Reformation lautet: Der Mensch darf und soll frei denken – gerade auch in Glaubens- und Gewissenfragen. In dieses Thema und in die Geschichte der Reformation nimmt das Pop-Oratorium Luther die Zuhörer auf einzigartige Weise tief mit hinein“. Und Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender, betont: „Ich freue mich riesig auf das Pop-Oratorium. Ich finde es toll, dass auf diese Weise das, was Luther wichtig war, nicht nur in den Kopf, sondern auch ins Herz kommt.“ Dr. Eckhart von Hirschhausen, Arzt, Moderator und ebenfalls Schirmherr des Pop-Oratoriums, empfiehlt sogar: „Das Herz hüpft auf dem Zwerchfell Trampolin wenn wir singen und lachen. Und gleichzeitig verbindet es sich mit anderen Herzen. Wunderbar! Singen, lachen, tanzen Sie bei Luther mit! Und stecken Sie sich an, mit der gesündesten Infektion: Freude!“

Im Mittelpunkt der Handlung steht Martin Luther, der 1521 vor dem Reichstag von Worms aufgefordert ist, seine kirchenkritischen Aussagen zu widerrufen. Mit Rückblenden und Ausblicken rund um das dortige Geschehen erzählt das Pop- Oratorium von seinem Ringen um die biblische Wahrheit und von seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirche – eine spannende Geschichte um Politik und Religion. Und ein außergewöhnlicher Zugang zu einer hochaktuellen Frage: Wie konnte Luthers Aufforderung zum „Selber denken“ umfangreiche Veränderungen in der Gesellschaft, in Ehe und Familie, in Bildung, Wissenschaft, Kunst und Musik auslösen? Das kann auch heute noch Grundlage für Diskussionen sein.

   
Ich will dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben.
Paulus schreibt: Ich bitte euch nun, vor Gott einzutreten für alle Menschen in Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung.
   

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