Die Veranstaltungen sind – ganz unabhängig vom aktuellen Thema – schon allein wegen ihres spektakulären Formats sehens- und hörenswert: Ein Chor mit bis zu 3.000 Sängerinnen und Sängernn, ein 40-köpfiges Symphonieorchester, eine Rockband, zwölf Musicalstars und rund 100 zum Teil ehrenamtliche Mitarbeiter hinter den Kulissen sorgen beim Zuschauer für anhaltendes Gänsehautfeeling und ein Musikerlebnis mit Nachklang. Die Uraufführung im Oktober 2015 vor rund 16.000 Zuschauern in der Dortmunder Westfalenhalle erzeugte ein dementsprechendes Presse-Echo: „Das Musical erteilt keine Geschichtslektion – es rockt die Halle“, schrieb zum Beispiel die Deutsche Presseagentur. Die RuhrNachrichten aus Dortmund sahen, wie „das Publikum tobte, raste, klatschte, den imposanten Luther feierte.“ Und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung aus Essen urteilte: „Leidenschaft in jeder Sekunde, jedem Takt und jedem Ton ist zu sehen, zu hören und zu spüren.“

Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 und Schirmherrin des Pop-Oratoriums, hebt die Chancen des Stücks hervor: „Eine zentrale Aussage der Reformation lautet: Der Mensch darf und soll frei denken – gerade auch in Glaubens- und Gewissenfragen. In dieses Thema und in die Geschichte der Reformation nimmt das Pop-Oratorium Luther die Zuhörer auf einzigartige Weise tief mit hinein“. Und Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender, betont: „Ich freue mich riesig auf das Pop-Oratorium. Ich finde es toll, dass auf diese Weise das, was Luther wichtig war, nicht nur in den Kopf, sondern auch ins Herz kommt.“ Dr. Eckhart von Hirschhausen, Arzt, Moderator und ebenfalls Schirmherr des Pop-Oratoriums, empfiehlt sogar: „Das Herz hüpft auf dem Zwerchfell Trampolin wenn wir singen und lachen. Und gleichzeitig verbindet es sich mit anderen Herzen. Wunderbar! Singen, lachen, tanzen Sie bei Luther mit! Und stecken Sie sich an, mit der gesündesten Infektion: Freude!“

Im Mittelpunkt der Handlung steht Martin Luther, der 1521 vor dem Reichstag von Worms aufgefordert ist, seine kirchenkritischen Aussagen zu widerrufen. Mit Rückblenden und Ausblicken rund um das dortige Geschehen erzählt das Pop- Oratorium von seinem Ringen um die biblische Wahrheit und von seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirche – eine spannende Geschichte um Politik und Religion. Und ein außergewöhnlicher Zugang zu einer hochaktuellen Frage: Wie konnte Luthers Aufforderung zum „Selber denken“ umfangreiche Veränderungen in der Gesellschaft, in Ehe und Familie, in Bildung, Wissenschaft, Kunst und Musik auslösen? Das kann auch heute noch Grundlage für Diskussionen sein.

   
Das ist mir lieb, dass der HERR meine Stimme und mein Flehen hört.
Wenn du betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir?s vergelten.
   

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